Wettbewerb "Christentum und Kultur"

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe

 

Der Wettbewerb „Christentum und Kultur“ wird von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Erzdiözese Freiburg, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, sowie der Evangelischen Landeskirche in Württemberg jedes Jahr mit neuen Schwerpunkten für Schülerinnen und Schüler allgemein bildender und beruflicher Gymnasien ausgeschrieben.

Der Wettbewerb will motivieren, das vielfältige Verhältnis von Christentum und Kultur anhand eines Themas aus einem konkreten Themenfeld eigenständig, wissenschaftlich und interdisziplinär zu erarbeiten.

Die Wettbewerbsarbeit, verbunden mit einem Kolloquium, kann als besondere Lernleistung in die Wertung des Abiturs eingebracht werden.

Auf der Internetseite zum Wettbewerb finden Sie alle weiteren Informationen zu Teilnahme und Organisation, Anmeldung und Preisträgern früherer Jahre.

Zur Wettbewerbs-Internetseite

Für das Schuljahr 2020/21 werden folgende Schwerpunkte vorgeschlagen:

  1. Vernunft und Glauben: Wie gehen Christen mit Verschwörungstheorien um?

  2. „Ein neuer Himmel und eine neue Erde“ (Offb 21,1): Chancen einer Krise für eine sozial-ökologische Neuausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft (z.B. Sharing Economy; neue Mobilität; Nahrungsmittelindustrie u.a.)

  3. Wo Menschen dem Göttlichen begegnen. Reale und virtuelle Orte religiöser Erfahrung heute.

 
Sie können aber auch aus folgenden Themenfeldern ein eigenes Thema bestimmen:

  • Christliche Motive in Kunst, Musik, Literatur, Medien und Jugendkultur

  • Christliches Handeln in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Sozialem Leben

  • Kirchliches Leben und Handeln als kultur-prägender Faktor in Vergangenheit und Gegenwart in der Region
  • Die künftige Rolle des Christentums in einer religiös pluralen Kultur

  • Der Zusammenhang von Religion und Kultur

Verleihung der Preise im Wettbewerb 'Christentum und Kultur' im Januar 2020

Preisverleihung im ökumenischen Wettbewerb für die gymnasiale Oberstufe:
48 Arbeiten wurden eingereicht, zehn wurden ausgezeichnet.

Die evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg zeichneten am 22. Januar zum 17. Mal die Preisträgerinnen und Preisträger des landesweiten Schülerwettbewerbs „Christentum und Kultur“ aus.

Der erste Preis ging an Anna Adler vom Gymnasium Hechingen. Unter dem Titel „Mensch 4.0: ein faustischer Homo Deus?“ verglich sie in ihrer Arbeit das Streben des heutigen Menschen nach Allwissen und Allmacht in der digitalen Welt mit dem goethianischen Doktor Faustus. Die schriftliche Ausarbeitung, die auch durch ihre sprachliche Reife für sich allein schon überzeugte, wurde von ihr um einen Film ergänzt, der nochmals die Thematik des Menschen, der ständig über sich hinauswächst, bildlich in Szene setzte und musikalisch eindrucksvoll untermalte.

Den zweiten Preis des Wettbewerbs erhielt Lena Geiger vom Ludwig-Uhland-Gymnasium in Kirchheim/Teck. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Wo wohnst du, Herr? Wo finde ich dich?“ spürte sie dem Paradoxon nach, wie sich zurzeit der nationalsozialistischen Diktatur die Zugehörigkeit zur SS mit dem christlichen Glauben vereinbaren ließ.

Der dritte Preis wurde in diesem Jahr zweimal verliehen: Jonas Risinger vom Gymnasium St. Michael in Schwäbsch Hall hatte unter dem Leitthema „Mensch 4.0“ untersucht, welche Einflüsse und Veränderungen sich aus der Digitalisierung für Gesellschaft und Kirche ergeben, und dafür eigens eine Umfrage entwickelt.

Lilli Seiter vom Helmholtz-Gymnasium in Karlsruhe verfasste ein Musical mit dem Titel „PAU-SE“, in dem sie selbst komponierte und getextete Lieder in eine liturgisch durchdachte Andacht für Jugendliche umsetzte, und wurde dafür ebenso ausgezeichnet. 

Ein Sonderpreis für Arbeiten mit künstlerisch-musischer Ausrichtung ging zudem an Lukas Hadinger vom Parler-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd. Der Titel seiner Arbeit lautete: „Offenbarungssinfonie. Orchesterfantasie in vier Sätzen. Gottesbegegnungen in alttestamentlichen Bibeltexten theologisch reflektiert und musikalisch umgesetzt.“    

Darüber hinaus gingen Buchpreise an die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Gina Abele und Mara Mäder von den beruflichen Schulen Achern; Wencke Groeneveld vom Schiller-Gymnasium in Offenburg; Lea Marie König von der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal; Max Mayerhöfer vom Burghardt-Gymnasium in Buchen (Odenwald).

Die Evangelische Landeskirche in Baden, die Erzdiözese Freiburg, die Evangelische Landeskirche Württemberg sowie die Diözese Rottenburg-Stuttgart berichten über die Feierstunde im Internet.

Kontakt:

Religionspädagogisches Institut
Blumenstraße 1 - 7, 76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 9175-428

christentum-und-kulturdontospamme@gowaway.ekiba.de