Berufsschule

Evangelischer Religionsunterricht an beruflichen Schulen

https://pxhere.com/de/photo/743887, CC0

 

Unter dem Dach der Beruflichen Schulen finden sich zahlreiche verschiedene Bildungsgänge, die eine Vielzahl sowohl beruflicher als auch allgemeinbildender Abschlüsse ermöglichen: Qualifikationen zur Vorbereitung auf einen Beruf, die duale Berufsausbildung, Bildungsabschlüsse vom Hauptschulabschluss, über den mittleren Bildungsabschluss, die Fachhochschulreife bis zur allgemeinen Hochschulreife.  

Schülerinnen und Schüler an Beruflichen Schulen sind verschieden im Hinblick auf ihr Alter, ihre soziale und kulturelle Herkunft, ihre Religionszugehörigkeit und Religiosität und viele andere Merkmale. In der Regel sind sie in der Adoleszenz, häufig auch schon junge Erwachsene.

 

Am evangelischen Religionsunterricht in der Berufsschule nehmen auch viele Schülerinnen und Schüler teil, die einer anderen Konfession oder Religion oder keiner Religion angehören. Sie schätzen die Anerkennung durch die evangelischen Religionslehrkräfte und die Möglichkeit, über religiöse und existentielle Fragen ins Gespräch zu kommen.

 

Der Religionsunterricht erschließt die religiöse Dimension des Lebens und ist daher zu verstehen als ein nicht wegzudenkender Teil der allgemeinen Bildung. Dieser spezifische Modus der Weltbegegnung zielt auf eine differenzierte religiöse Bildung. Der Religionsunterricht ist an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler orientiert und interessiert. Er stellt sich den Grundfragen des Lebens und des Menschseins und der Pluralität der religiösen Antworten. Er zielt darauf ab, Sprach-, Toleranz- und Dialogfähigkeit zu fördern. Er hilft zur Identitätsbildung und ermöglicht, dass die Schülerinnen und Schüler Perspektiven für ihr eigenes Leben und für die Orientierung in der Berufswelt gewinnen. Dabei unterstützt er interkulturelles und interreligiöses Lernen. Er leistet damit einen spezifischen Beitrag zur beruflichen Bildung und Handlungsfähigkeit.