Eltern fragen...

  • arrow_forward Warum Religionsunterricht an der Schule?

    Der Religionsunterricht ist der Ort an der Schule, an dem Ihre Kinder nach Gott fragen können, nach dem Woher, Wozu und Wohin des Lebens. Wie kann mein Leben gelingen? Wie kann der christliche Glaube auch in Zeiten von Krisen, Misserfolg und Trauer helfen?
    Was bedeutet es, als Christ oder Christin in dieser Welt leben? Gibt es Wege, sie gerechter und friedlicher zu machen?
    Es geht um menschliche Erfahrungen mit Gott, auch in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, eigene Standpunkte zu entwickeln und in den Dialog mit unterschiedlichen Gedankenwelten zu treten.
    Und sie lernen die eigene Kultur näher kennen, die vom Christentum geprägt ist: die Kirche im Ort, die Feste im Jahr, die lebensbegleitenden Feiern wie Taufe und Hochzeit oder die Rituale an Beerdigungen.

    Der Religionsunterricht bietet in besonderer Weise Raum und Zeit, sich all diesen Fragen und Themen zu stellen.

    Mehr zu dazu finden Sie HIER.

  • arrow_forward Welchen Religionsunterricht gibt es in Baden-Württemberg?

     

    Für den Religionsunterricht gibt es wie für alle anderen Fächer vorgeschriebene Bildungspläne, gemäß denen die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten.
    Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates (GG Artikel 7.1). Die Erarbeitung und Gültigkeit der Bildungspläne geschieht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften (GG Artikel 7.3)

    Diese gibt es für folgende Religionen und Konfessionen:

    • Alevitische Religionslehre
    • Altkatholische Religionslehre
    • Evangelische Religionslehre
    • Islamische Religionslehre sunnitischerPrägung
    • Jüdische Religionslehre
    • Katholische Religionslehre
    • Syrisch-Orthodoxe Religionslehre


    Traditionell wird an allen Schulen evangelischer und katholischer Religionsunterricht angeboten. Das weitere Angebot richtet sich nach dem Bedarf vor Ort
    (es müssen mindestens acht Schüler/innen einer Religionsgemeinschaft an der Schule sein) und den zur Verfügung stehenden Lehrkräften. Diese müssen ausgebildet und vom Staat für den Unterricht zugelassen sein.

    Eine Übersicht über alle Fächer in allen Schularten finden Sie HIER.

     

  • arrow_forward Wer unterrichtet das Fach Evangelische Religion?

    In Baden-Württemberg dürfen dies staatliche Lehrerinnen und Lehrer, die eine entsprechende staatliche Ausbildung und Beauftragung durch die Kirche erhalten haben (die sogenannte Vocatio). Diese erteilen zurzeit in etwa Zweidrittel des Religionsunterrichtes. Dazu kommen Pfarrer und Pfarrerinnen, zu deren Dienstauftrag traditionellerweise der Religionsunterricht gehört. Außerdem bildet die Kirche speziell für den Religionsunterricht Religionspädagoginnen und Religionspädagogen aus.

  • arrow_forward Wer nimmt am Religionsunterricht teil?

    Alle getauften evangelischen Schülerinnen und Schüler nehmen am Religionsunterricht teil, Religion ist kein Wahlfach.
    Konfessionslose Schülerinnen und Schüler oder solche, für deren Konfession kein Religionsunterricht an der Schule angeboten wird, können ihre Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht beantragen und werden mit Zustimmung der jeweiligen Lehrkraft zugelassen. 

    Es besteht die Möglichkeit, ein Kind vom Religionsunterricht aus Glaubens- und Gewissensgründen abzumelden. Das Recht auf Abmeldung ist ein höchst persönliches Recht der Erziehungsberechtigten bez. der religionsmündigen Schüler/innen (Vollendung des 14. Lebensjahres). Die Erklärung über die Abmeldung vom Religionsunterricht ist gegenüber dem Schulleiter schriftlich, von einem minderjährigen religionsmündigen Schüler oder einer Schülerin persönlich abzugeben. Beim Termin der Abgabe der persönlichen Erklärung sollten die Erziehungsberechtigten anwesend sein.

    Die Abmeldung vom Religionsunterricht muss in den ersten beiden Wochen eines Schulhalbjahres erfolgen.

  • arrow_forward Was sind die Inhalte des Evangelischen Religionsunterrichtes?

    Für den Religionsunterricht gibt es wie für alle anderen Fächer Bildungspläne. Die Aufsicht über den Inhalt üben die Religionsgemeinschaften aus, die allgemeine Aufsicht der Staat.

    Hier haben Sie Einsicht in die Bildungspläne für das Fach Evangelische Religionslehre:

    Grundschule

    Gemeinsamer Bildungsplan für die Sekundarstufe 1

    Bildungsplan Gymnasium

    Bildungsplan der Oberstufe an Gemeinschaftsschulen

    Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (alter Bildungsplan)

     

     

  • arrow_forward Können evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler zusammen unterrichtet werden?

    Evangelische Schüler und Schülerinnen besuchen den Ev. Religionsunterricht und katholische Kinder und Jugendliche den Kath. Religionsunterricht. So ist es im Schulgesetz vorgesehen. In Baden-Württemberg gibt es zusätzliche Verträge zwischen dem Land und den Kirchen zur Durchführung eines "konfessionell-kooperativen" Religionsunterrichtes.

    Dieser Religionsunterricht zielt darauf, ein vertieftes Bewusstsein der eigenen Konfession zu schaffen, die ökumenische Offenheit der Kirchen erfahrbar zu machen und den Schülerinnen und Schülern beider Konfessionen die authentische Begegnung mit der anderen Konfession zu ermöglichen.

    Es werden gemischt-konfessionelle Lerngruppen gebildet, die im Wechsel von einer Lehrkraft des Unterrichtsfaches Evangelische Religionslehre und Katholische Religionslehre unterrichtet werden. Dabei wird in qualifizierter Zusammenarbeit das konfessionelle Profil beider Kirchen in den Religionsunterricht eingebracht.

    Die Kirchen haben für diesen Unterricht auf der Basis der geltenden Bildungspläne jeweils einen schulartspezifisch verbindlichen Rahmen erstellt.

     

    Wenn Sie sich dafür interessieren, wie sich so ein gemeinsamer Unterricht gestalten könnte, finden Sie HIER Beispiel-Bildungspläne.

    Einen ausführlichen Reader zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht finden Sie HIER.

     

  • arrow_forward Kann mein Kind den Religionsunterricht der anderen Konfession besuchen?

    Nur in Ausnahmefällen:

    • in den Kursen der Oberstufe des Gymnasiums
    • wenn die eigene Religionsgemeinschaft keinen Unterricht anbietet, mit Zustimmung der eigenen Religionsgemeinschaft
    • in einzelnen Härtefällen, mit Zustimmung der eigenen Religionsgemeinschaft

     

     

     

  • arrow_forward Und wie ist das mit dem Konfirmandenunterricht?

    Für den Konfirmandenunterricht halten die Schulen in der Klassenstufe 8 den ganzen Mittwochnachmittag unterrichtsfrei; nach örtlicher Absprache kann dieser Nachmittag zusätzlich in Klasse 7 freigehalten werden.

    Der Religionsunterricht findet an den meisten Schulen in der 8. Klasse nur einstündig statt.

    Am Tag nach der Konfirmation sind die Konfirmanden und Konfirmandinnen vom Unterricht befreit.